Uns "Schwant" was!

Eine Schwanenmutter stellt sich vor

Als wir am 19.03.05 die Steganlage aufbauten, ahnte noch niemand, welches glückliche Ereignis sich keine 20m entfernt ereignen wird.



Eine Woche später konnten wir beobachten, dass ein Schwanen-Pärchen kleine Stöckchen zusammentrugen aber wir konnten uns nicht vorstellen, dass sie hier brüten wollen!




 

Wir wurden eines besseren belehrt. Wenige Tage später war ein recht großes Nest zu erkennen. Um Ostern herum dann die Sensation – sieben, etwa Tennisball große Eier lagen im Nest und wurden von den Schwänen gut bewacht!




 

Nun begann das Warten und Recherchieren.
Niemand von uns wusste etwas Genaues über diese stolzen Tiere.
Dank Internet erfuhren wir, dass es sich hierbei um Höcker-Schwäne handelt und die Brutdauer 35-37 Tage dauert.



Ein paar Tage später dann die erste Enttäuschung!
Eines der sieben Eier wurde aus dem Nest gestohlen und auf der Straße zerschlagen!!!




 

An Pfingstsonntag war es dann so weit, fünf kleine Kneule reckten zum ersten Mal ihre kleinen Hälse aus dem Nest.




 

Aber was ist mit dem sechsten Ei?
Es lag noch im Nest und die Mutter bebrütete es noch - doch umsonst. Leider schlüpfte hieraus kein Kücken mehr.





Tagsdrauf bereits der erste Badetag





Übrigens, alle Schwäne ernähren sich vegetarisch.
Ihr langer Hals ermöglicht es, Wasserpflanzen bis in eineinhalb Meter Tiefe abzuweiden. Auch an Land rupfen Wasservögel gerne Gras oder Samen, Wurzeln und Sprossen von verschiedenen Pflanzen.
Es ist nicht gut, die Tiere zusätzlich zu füttern. Viele Tiere leiden deshalb an Übergewicht und eine Überpopulation kann entstehen.




 

Vier Wochen später

Seit der Geburt "unserer" Schwäne sind mittlerweile gut vier Wochen vergangen. Leider hat die Natur ihren Lauf genommen und ein weiteres Schwänlein ist nicht mehr am Leben.
Aber die anderen vier sind wohl auf!





Wieder sind ein paar Wochen vergangen

Und wie man unschwer erkennen kann, werden die "Kleinen" immer größer.
Egal ob beim, Sonnenbaden, bei Schwimmübungen oder beim "Exerzieren", die Eltern sind immer in der Nähe um Ihre Spröslinge unter Kontrolle zu haben.







"Mir Schwant was" die letzte

Gut fünf Monate nach der „Geburt“, sind die Schwanenküken oder wohl besser „Jungschwäne," der Größe nach nicht mehr von den Eltern zu unterscheiden. Nur noch Ihr bräunliches Gefieder weißt darauf hin. Schaut man aber genau, sieht man bereits das weiße Federkleid hindurch scheinen.
Von den ehemals sieben Eiern haben nur drei Junge überlebt.
– So ist halt das Gesetz der Natur, Fressen und gefressen werden! -
Dennoch war es für uns alle faszinierend, dieses Ereignis von der Eiablage bis heute bewundern zu dürfen.
Vielleicht haben wir auch im nächsten Jahr das Glück, dass die Eltern und die Jungschwäne uns wieder an ihrem Familienleben teilhaben lassen.





Vielen Dank und auf Wiedersehen

Wir sagen Danke an die Hauptdarsteller und an alle die an diesem Projekt beteiligt waren.
Mein herzlicher Dank geht an unseren Otto Büttner.
Ohne Ihn und seine Bilder, welche er mit viel Geduld und Zeiteinsatz „geknipst“ hat, wäre diese Geschichte nicht zustande gekommen.

Werner Gärtner
Webmaster "WSF-Neptun e.V."





Bilder : Otto Büttner
Bilder/Text : Werner Gärtner



Aktion der WSP
Ausbildung zum Rettunsschwimmer